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Triketreffen Meerkatzen 06.-08.08.2010

Triketreffen Meerkatzen 06.-08.08.2010

Die Sonne spiegelte sich im Chrom, die Lichtstrahlen brachen sich und wurden von der sehr dunkelen Sonnenbrille gefiltert. Der Zündschlüssel glitt in das Zündschloß,
eine Drehung, die roten Lampen leuchten hell. Zweimal den Gasschieber auf Vollgas, zweimal das metallische Klicken vom Endanschlag und das Lager vom Kupplungspedal
stöhnt leise auf. Mist, nicht abgefettet. Nun ist egal, nun geht es los schoß es durch den Kopf. Sachte die Drehung am Schlüssel, der Anlasser tat, was ihm befohlen und
der Motor sprang freudig an und die roten Lampen verloschen. Der Bullhornlenker wackelte dezent, die Rückspiegel vibrieren und die Startautomatik regelt schnell
herunter bei der Wärme. Ein paar mal beherzt am Gas gezogen und der Motor lief rund. Die Lichtschalter eingeschaltet, die Kupplung getreten, ah, man hört das Lager
doch gar nicht mehr. Den Gang eingelegt, ein klein wenig die Kupplung kommen lassen und eine Prise Gas geben, nicht zu viel der Camp Let hängt drann. Lässig vom Hof herunter
gerollt und die Fanfare durch den Ort schallen lassen. Die Nachbarn dürfen wissen das nun Freitag ist und ich am Wochenende nicht auch noch vor dem Trike knie und
mit kleinen Wattebäuschen am Chrom rumrubbel. Kurz bei den Schlaglöchern argwöhnisch die Hinterräder beobachtet, ist genug Luftdruck auf den Airride Stoßdämpfern?
Passt!Auf geht´s, die Bundesstrasse spiegelte sich immer schneller in dem Lampemchrom, der Wind pfiff wieder am Helm. Der Motor brummte sonor und reagierte unverzüglich
auf jede Bewegung am Gasgriff. Heute mal keine Autobahn, nur Bundestrassen und die Fähre Glücksstadt/Wischhafen. Ein herrlicher Tag, den man in vollen Zügen genießt, die
ersten Schwarzfahrer ließen nicht lange auf sich warten. Zerdeppert klebten sie am frisch gewiehnerten Chrom, Freude und Leid liegt meist dicht zusammen. Grinsend
drückte ich den Zigarettenanzünder und steckte nach kurzer Zeit die Marlboro an. Die Reise zu der Elbfähre verlief hervorragend, ich hing meinen Gedanken nach, wird
bestimmt wieder eng bei den Meerkatzen bei dem schönen Wetter.
Nur gut das der Pearl mir ein Plätzchen freihält.
Die üblichen 2 Stunden Wartezeit an der Fähre gingen schnell um, einige der Fährgäste wollten offentsichtlich zu dem Open Air Festival in Wacken. Sie kamen von der
Fähre herunter in schwarz geschmückten Fahrzeugen und waren schon voller Vorfreude. Endlich über die Elbe gesetzt und weiter ging die Fahrt. Die Obstplantagen säumten
die Landstraße und die Farmer knatterten dann und wann mit Ihren Maschinen herum. Unglaublich, wie schnell Traktoren geworden sind?Und wie schön gepflegt die
Rinnsteine sind und die Vorgärten der Häuser in den Ortschaften?Die Sonne schien seitlich durch die Alleebäume, es war nicht kalt. Schon bald erblickte ich die ersten
Schilder der Meerkatzen Triker, es war nicht mehr weit. Wer mochte wohl alles da sein?Und wieder bog ich in die Zufahrtsstrasse des Platzes ein und wieder tat der
Kompressor der Fanfare bereitwillig seinen Dienst.
Ulla und Peter an der Kasse, dieser familiäre warme Empfang, es fing herrlich an. Im Nu kamen der Pearl von den Iron Crow´s und Uwe von den Olli´s Trikern herbei.
Nach einem großen Hallo ging es weiter, schnell den Camp-Let aufstellen. Uwe kam mit einem Bier, naja, so eilig ist es ja auch nicht. . . .
Schließlich war das Lager dann errichtet und wir hockten uns zusammen zum Small Talk. Die Runde wurde immer lustiger und schon bald brachen wir auf zur Festmeile.
Ein ausgiebiges Abendbrot am Imbißwagen folgte, die Krakauer ist aber sowas von lecker. Und die Fischbrötchen, ein Hochgenuß. Die Saalbesprechung sollte etwas länger werden,
DJ Frank heißte uns ganz schnell ein. Ein toller Tag ging am frühen Morgen dem Ende entgegen.
Der Katzenjammer am Morgen hielt sich in Grenzen denn ich hatte mir vorgenommen, die Ausfahrt mitzufahren. Also, nach einem Frühstück mit ordentlich Kaffee und einer Umschau
auf der Händlermeile ging es gegen 13 Uhr los. Ab in die Reihe. Es war schon lange her wo ich das letzte mal mitgefahren bin. Es folgte eine schöne Ausfahrt, perfekt organisiert,
in einer langen, nein, sehr langen Reihe. Eine Rast bei Kaffee und Kuchen und Erfrischungsgetränken wurde von allen genossen, die Sonne meinte es gut. Das Ziel war der Marktplatz in Osterholz-Scharmbeck. Ein sehr interessantes Örtchen mit einer außergewöhnlichen Architektur. Dort werden sogar Leitern und Kühe in den Gebäuden verbaut.
Viele Triker nutzten die Pause um ein Eis zu schlecken. Das örtliche Eiscafe wurde sehr gut mit diesem ungewöhnlichen Ansturm fertig. Nach einer Pause ging es gemütlich zurück
zum Platz. Es wurden Spiele angeboten unter anderen das beliebte Steine werfen. Mir war nach etwas handfestem und so suchte ich die Gaststätte auf. Ein Schnitzel vom Zigeuner
sollte es werden. Sehr lecker. Einige Platzrunden rundeten das gute Essen ab und danach ließ man es sich gut gehen am Bierwagen bei vielen "Benzin" Gesprächen. Abends wurden die Pokale verliehen und eine lockere Party folgte sodann. Am Bierwagen waren wohl Magneten angebracht, anders kann man es wohl kaum erklären. Die Meerkatzen Triker gaben wieder alles und so fand das Trike-Treffen in den frühen Morgenstunden seinen Abschluß. Ich muß auch noch erwähnen, das die Beleuchtung des Platzes durch die Lichterketten sehr hilfreich und
gut war, auch nicht zu hell für die schon schlafenden.
Am Sonntag entschloß ich mich in der Gaststätte frühstücken zu gehen. Ich hatte mich nicht vorher angemeldet, mal schauen. Ich fragte beim Gastwirt nach, der winkte mich gleich durch:
Geh mol erstmal essen min Jung, du hast es nötig!Dat kriegen wir schon.
Sehr nett, nach einem reichaltigen leckeren Frühstück ging der Abbau des Lager auch flott von der Hand. In der Mittagszeit hieß es Abschied nehmen von den Meerkatzen Triker.
Die Heimfahrt gestaltete sich trocken mit diesigen und bewölkten Abschnitten. Die Wartezeit an der Elbfähre war mit einer Stunde abgetan und recht kurzweilig. Die vielen Wacken Festival Besucher hatten auch ihre Heavy Metal Schlacht geschlagen und kamen uns entgegen gefahren. In Itzhoe rund um den Bahnhof waren bestimmt mehr als 500 Wackere versammelt.
Der ganze Vorplatz war schwarz voll Menschen, auch beeindruckend.
In dem Lampenchrom spiegelten sich mittlerweile schwarze Wolken und 20 km von zu Haus entfernt, hielt ich es für eine tolle Idee das Regenzeug anzulegen. Kaum von der Tankstelle heruntergerollt, legte irgendjemand einen Schalter um und es tat sich der Himmel auf. Ein Regen mit entfernten Gewitter, welches rasch näher kam. Es pierte mal wieder. 5Km von zu hause hörte es genauso plötzlich wieder auf. Zu Hause waren die Straßen trocken und ich bog auf die Auffahrt ein, triefend naß wie ein Feudel. Dad bog um die Ecke und winkte ab, Du mußt ja auch immer im Regen fahren, was bringst Du für ein Wetter mit?
Dad, das Wochenende kann mir keiner nehmen!
Dirk




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